Geschichte
Der Bau der Kirche steht in enger Verbindung mit der Gegenreformation, die vor allem von den Jesuiten getragen wurde. Herzog Wilhelm V. ließ von 1583 bis 1597 für den Orden der Kirche und
das Kolleg st. Michael errichten. Nach der Zeitweisen Aufhebung des Jesuitenordens wurde die
Kirche 1773 Hofkirche der Wittelsbacher. Seit 1921 wirken dort erneut Jesuiten. Die im Krieg zerstörte
Kirche wurde in mehreren Bauabschnitten wieder aufgebaut.
Sehenswürdigkeiten
Der als größte Renaissancekirche des Nordens bezeichnete Bau mit dem zweitgrößten Tonnengewölbe der Welt leitet in Stil und Programm, in Idee und Gestalt trotz der renaissancehaft wirkenden Formen den Barock in Süddeutschland ein und wurde beispielgebend für zahlreiche Nachfolgebauten. Die dreigeschossige, gegiebelte Straßenfassade mit reichen Figurenprogramm
ist in die Häuserzeile eingegliedert, nur die Durchfensterung verrät einen sakralen Raum. Das Innere der von der riesigen frei tragenden Tonne überwölbten Wandpfeilerbasilika mit den Emporen wirkt trotz seiner Größe überschaubar. Unter dem Chor befinden sich die Grabstätten vieler Wittelsbacher Fürsten, darunter die König Ludwigs II.
Besonderheiten
An allen Werktagen um 17 Uhr können Passanten an der Meditation Fünf nach Fünf teilnehmen und in der hektischen Stadtmitte Münchens diesen Ort der Ruhe genießen.
St. Michael
Neuhauser Str. 52
80331 München
Tel.: 089 / 23 17 06 0